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18. Januar 2026 22. Januar 2026
Workshop
Ausstellung

bis Sonntag, 08. August 2021
Weniger ist genug

Deutsch-französische Wanderausstellung zu Nachhaltigkeit

Open Campus und Lichthöfe der HFG Karlsruhe. Vortrag von Frédéric Druot und Vernissage am 3. Juli, 19h.
Workshop
Ausstellung
Ein deutsch-französisches Ausstellungsprojekt zu nachhaltigem Bauen, Wohnen, Leben, das von Studierenden durch die Recherche des Bio-Lab ergänzt wird.

Weniger ist genug ist ein deutsch-französisches Ausstellungsprojekt zu gesellschaftlicher Nachhaltigkeit: Initiiert vom Institut Français Stuttgart und der Stiftung CCFA Karlsruhe zeigen wir 35 architektonische Beispiele für Gebäude, die mit lokalen Ressourcen High-Tech und Low-Tech auf inspirierende Weise verbinden. Die Ausstellung reist weiter in unsere Partnerstadt Nancy, sowie nach Mulhouse, Freiburg und in den Naturpark Vogesen.

Eigens für Karlsruhe forschten Studierende der Staatlichen Hochschule für Gestaltung im Bio Design Lab zu nachhaltigem Material in Design - Tinte oder Plastik aus Algen oder bakterienbetriebene Batterien sind innovative Ansätze, die in der Ausstellung gezeigt werden.

Die Szenographie stammt von Thomas Rustemeyer, die Grafik von Anna Kraus.

Zur Eröffnung am 3. Juli hält der französische Architekt Frédéric Druot, Partner von Lacaton Vassall erstmals einen Vortrag zu seiner Praxis, nicht abzureißen, sondern umzugestalten:

"What and who is already there?" Frédéric Druot Vortrag in englischer Sprache Open Campus, HfG Karlsruhe

  1. Juli, 18h Eintritt frei, Anmeldung unter: info@ccfa-ka.de

Frédéric Druot, Anne Lacaton und Philippe Vassall legen mit "Plus+ Paris" 2004 eine großangelegte Studie zur Entwicklung von Wohn- und Lebensqualität in der französischen Metropole vor. Insgesamt 164 Gebäudekomplexe - zumeist aus der Nachkriegsmoderne wie das Hochhaus "Tour de Prêtre" - werden untersucht und subtil mit minimalen Eingriffen modernisiert. Die architektonische Praxis F. Druots ist von der Frage bestimmt, was existiert und wie damit umgegangen werden kann: Umbau statt Neubau, Modernisierung statt Abriss - so lautet das Leitmotiv seiner Praxis, die der sehr erfolgreiche Architekt aus Paris erstmals in Karlsruhe im Rahmen dieses Projektes vorstellt.

Hintergrund:

Der Gebäudesektor produziert etwa 40 % der Abfälle und Treibhausgasemissionen und verbraucht gleichzeitig 60 % der Ressourcen. Eine radikale Veränderung ist notwendig. Dafür plädiert das 0Manifest für eine glückliche und kreative Frugalität in der Architektur und der Planung von städtischen und ländlichen Gebieten0, das im Januar 2018 von drei französischen Pionieren aufgesetzt wurde. In drei Jahren wurde es bereits von fast 12.000 Menschen in 65 Ländern unterzeichnet. Diese Einsicht stößt auf Resonanz. Im Mai 2019 veröffentlichte der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) einen Text mit dem Titel 0Das Haus der Erde0. Das gemeinsame Ziel ist eine Architektur, die natürliche Ressourcen mehr respektiert, Bestehendes umwandelt, bevor sie Neues baut, die erneuerbare Materialien und lokales Know-how schätzt, die robuste technische Lösungen bevorzugt und ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne vorschlägt. Es gibt bereits eine große Zahl von Gebäuden, die als 0genügsam0 bezeichnet werden können. Die Ausstellung zeigt inspirierende aktuelle Beispiele auf beiden Seiten des Rheins: 20 aus der sehr engagierten französischen Region 0Grand Est0 und 15 aus dem deutschsprachigen Raum (Baden-Württemberg, Schweiz und Vorarlberg). Dieser deutsch-französische Dialog lädt Fachleute und die breite Öffentlichkeit ein, an dem sich vollziehenden Paradigmenwechsel teilzuhaben.

Das Projekt wird von der Baden-Württemberg Stiftung/ Programm Nouveaux Horizons und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds unterstützt.

© Dominique Gauzin-Müller
© Karolina Sobel

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